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Geforce-Treiber sauber neu installieren: der Weg ohne Reste

So installieren Sie Ihren Nvidia Geforce-Treiber wirklich sauber neu. Schritt-für-Schritt Anleitung mit DDU für maximale Gaming-Performance ohne Reste.

Geforce-Treiber sauber neu installieren: der Weg ohne Reste

Wer schon einmal von unerklärlichen Mikrorucklern, plötzlichen Abstürzen auf den Desktop oder schwarzen Bildschirmen beim Spielen geplagt wurde, ahnt oft Schlimmes und verdächtigt die teure Hardware. Doch in vielen Fällen ist ein ganz anderer Übeltäter für das System-Chaos verantwortlich: Ein fehlerhafter, fragmentierter oder veralteter Grafikkartentreiber. Einfach den neuesten Treiber über das bestehende Windows-System zu installieren, reicht oft nicht aus, um tiefliegende Software-Knoten und Fehler in der Registry zu lösen. Wenn Sie Ihren Geforce-Treiber sauber neu installieren und den Weg ohne Reste beschreiten möchten, führt kein Weg an speziellen Reinigungstools vorbei. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie alte Treiber-Leichen endgültig von Ihrem Rechner verbannen und eine absolut saubere Basis für maximale Gaming-Performance und höchste Systemstabilität schaffen. Wir zeigen Ihnen die beste Methode – praxiserprobt, zuverlässig und sicher.

Warum die klassische “Drüber-Installation” oft nicht ausreicht

Die Installation eines modernen Grafikkartentreibers ist heutzutage ein hochkomplexer Vorgang. Ein Treiberpaket von Nvidia enthält weitaus mehr als nur den reinen Anzeigetreiber (“Display Driver”). Es umfasst HD-Audio-Treiber, PhysX-Systemsoftware, USB-C-Treiber, Telemetrie-Dienste, das umstrittene Geforce Experience und diverse Runtime-Bibliotheken für Schnittstellen wie Vulkan, DirectX und CUDA. Wenn Sie ein Update über den herkömmlichen Weg (etwa über Geforce Experience oder durch Ausführen der Setup-Datei) anstoßen, versucht die Routine zwar alte Versionen zu überschreiben, doch dies gelingt in den seltensten Fällen wirklich lückenlos.

Windows als Betriebssystem hat die Eigenheit, bestimmte Dateien und Systembibliotheken (.dll) in Beschlag zu nehmen. Sobald eine Datei von einem aktiven Hintergrundprozess verwendet wird, kann das Setup sie nicht direkt löschen oder ersetzen. Stattdessen wird ein Ersatz beim nächsten Neustart vorgemerkt. Aber genau bei diesem Wechselspiel entstehen oft Diskrepanzen. Die Windows Registrierungsdatenbank (Registry) bläht sich mit der Zeit mit verwaisten Schlüsseln auf, alte Profile für lang deinstallierte Spiele bleiben erhalten, und im sogenannten Windows Driver Store (C:\Windows\System32\DriverStore\FileRepository) stapeln sich gigantische Mengen alter Treiberversionen, die nicht nur viel Festplattenspeicher fressen, sondern in unglücklichen Szenarien auch zu Adressierungsfehlern führen können.

Besonders gravierend sind sogenannte Shader-Cache-Konflikte. Moderne Spiele lagern kompilierte Shader auf der Festplatte aus, um die Ladezeiten und die Performance zu verbessern. Tauscht man den Treiber aus, ohne den Cache sauber zu leeren, versucht die Grafikkarte möglicherweise auf alte, inkompatible Shader-Strukturen zuzugreifen, was unumgänglich zu harten Frametime-Spikes (Stottern) oder gar Spielabstürzen führt. Wer seinen Geforce-Treiber sauber neu installieren möchte, muss daher sicherstellen, dass absolut keine Dateireste im System überleben.

Wann ist eine restlose saubere Neuinstallation zwingend erforderlich?

Man muss nicht bei jedem winzigen Versionssprung, der lediglich Optimierungen für ein einzelnes neues Spiel liefert, einen radikalen Schnitt durchführen. Es gibt jedoch spezifische Szenarien, bei denen die tiefgreifende Reinigung absolute Pflicht ist. Wenn Sie sich in einem der folgenden Szenarien wiederfinden, ist die nachfolgende Schritt-für-Schritt-Anleitung genau das, was Ihr System jetzt dringend benötigt:

Ein Wechsel von AMD auf Nvidia (oder umgekehrt): Wenn Sie eine Grafikkarte des Konkurrenten ausbauen und eine neue Nvidia Geforce einbauen, ist dies der gefährlichste Moment für das Betriebssystem. AMD-Radeon-Treiberkomponenten (Adrenalin Software) vertragen sich absolut nicht mit Nvidia-Resten. Hier drohen Bluescreens (BSOD) und schwere Stabilitätsprobleme, wenn die alte Software nicht vor dem Einbau bis auf das letzte Byte getilgt wird.

Ein Downgrade auf eine ältere Treiberversion (“Rollback”): Gelegentlich veröffentlicht Nvidia einen fehlerhaften Treiber (etwa einen, der Flackern bei G-Sync-Monitoren verursacht). Möchte man zurück auf den vorherigen, stabilen Treiber wechseln, ist das einfache Installieren eines älteren Treibers fehleranfällig, da neuere Registry-Werte möglicherweise nicht sauber überschrieben werden.

Fehlercode 43 im Geräte-Manager: Windows meldet, dass das Gerät angehalten wurde, weil es Fehler gemeldet hat. Oft wird dies als Hardware-Defekt missverstanden, doch sehr oft liegt lediglich eine massive Beschädigung der Treiberarchitektur vor.

Unerklärliches Ruckeln, Bildfehler und Abstürze: Wenn Spiele, die vorher absolut flüssig liefen, plötzlich stottern, Texturen flimmern oder Sie regelmäßige TDR-Fehler (Timeout Detection and Recovery) beklagen, wo der Bildschirm kurz schwarz wird und das Spiel sich schließt, dann ist das Treiber-Resetting die effizienteste Debugging-Maßnahme.

Große Feature-Updates von Windows 11 oder Windows 10: Manchmal wirft ein großes Windows-Update die interne Hierarchie des Driver Stores durcheinander. Wenn danach die Grafikleistung spürbar einbricht, hilft der Neuanfang.

Die Vorbereitungen: Die richtigen Software-Werkzeuge sammeln

Das Herzstück für unser Vorhaben heißt “Display Driver Uninstaller” (DDU). Dieses kleine, portable Programm, entwickelt von Wagnardsoft und seit vielen Jahren der absolute Branchenstandard für PC-Enthusiasten und IT-Profis, kümmert sich darum, alle Überbleibsel alter Treiber aufzuspüren und unschädlich zu machen. Bevor wir ans Werk gehen, müssen wir einige Vorkehrungen treffen, um den reibungslosen Ablauf zu garantieren.

Laden Sie sich zunächst den neuesten Nvidia Geforce Treiber direkt von der offiziellen Nvidia-Website herunter. Nutzen Sie dafür nicht den automatischen Suchlauf, sondern die manuelle Komponentenauswahl. Achten Sie darauf, den passenden Treiber (“Game Ready” für Spieler, “Studio” für professionelle Anwender in der Videobearbeitung und im 3D-Design) sowie das richtige Betriebssystem auszuwählen. Speichern Sie das Setup (.exe Datei) gut auffindbar auf Ihrem Desktop oder im Download-Ordner.

Laden Sie anschließend das Tool DDU (Display Driver Uninstaller) herunter. Wir empfehlen dringend, offizielle und vertrauenswürdige Quellen wie Guru3D oder direkt das Wagnardsoft-Forum dafür zu nutzen. Vermeiden Sie dubiose Drittanbieter-Downloadportale, die oft unerwünschte Werbeprogramme bündeln.

Entpacken Sie DDU sorgfältig. Das Tool wird als Zip-Archiv oder selbstextrahierendes Archiv geliefert. Erstellen Sie am besten einen eigenen Ordner auf dem Desktop (z.B. “DDU_Tool”) und entpacken Sie alle Dateien dorthin. Ein Start aus einem unentpackten Zip-Verzeichnis kann zu Fehlern führen, da DDU Schreibrechte benötigt, um seine Logdateien abzulegen.

Sobald Sie beide Dateien (Nvidia Setup und entpacktes DDU) parat haben, folgt der mit Abstand wichtigste Vorbereitungsschritt, der von Anfängern immer wieder vergessen wird: Kappen Sie Ihre Internetverbindung! Wenn Sie per LAN-Kabel angebunden sind, ziehen Sie das Kabel aus dem PC. Nutzen Sie WLAN, schalten Sie es temporär aus (z.B. in den Windows-Schnelleinstellungen). Warum ist das so extrem wichtig? Windows Update ist sehr aggressiv. Sobald Sie im weiteren Verlauf den alten Grafiktreiber löschen und den PC neu starten, bemerkt Windows die “fehlende” Hardware und wird sofort im Hintergrund einen völlig veralteten Standard-Treiber aus der Microsoft-Datenbank herunterladen und stillschweigend installieren. Das würde unsere gesamte saubere Neuinstallation komplett ad absurdum führen.

Der richtige Pfad: In den abgesicherten Modus booten

Wir könnten DDU theoretisch im normalen Windows-Betrieb starten, aber DDU und sämtliche Experten – einschließlich wir – raten dringend davon ab. Im normalen Desktop-Betrieb sind dutzende Treiber-Dateien der Grafikkarte gesperrt, da sie aktiv für die Bildausgabe, Windows-Dienste (wie das Desktop Window Manager, dwm.exe) und Hintergrundprogramme verwendet werden. Nur im sogenannten “Abgesicherten Modus” (Safe Mode) von Windows lädt das System lediglich absolut fundamentale Microsoft Basic Display Treiber und lässt die proprietären Nvidia-Dateien unberührt. Dadurch kann DDU diese Dateien ohne Windows-Zwangssperren restlos löschen.

Wie gelangen Sie in diesen Modus bei Windows 10 und Windows 11? Es gibt mehrere Wege. Der eleganteste und sicherste Weg führt über das Windows-Tool msconfig (Systemkonfiguration).

Drücken Sie die Tastenkombination “Windows-Taste + R” um den Ausführen-Dialog zu öffnen. Tippen Sie das Wort “msconfig” ein und drücken Sie Enter. Wechseln Sie in dem sich nun öffnenden Fenster auf den Reiter “Start”. Im unteren Bereich finden Sie den Punkt “Startoptionen”. Setzen Sie hier einen Haken bei “Abgesicherter Start” und stellen Sie sicher, dass als Unterpunkt “Minimal” ausgewählt ist. Übernehmen Sie die Einstellungen (auf “Übernehmen” und dann auf “OK” klicken) und bestätigen Sie die anschließende Frage, dass Windows jetzt neu gestartet werden soll.

Ein weiterer, ebenfalls sehr verbreiteter Weg führt über das Power-Menü. Öffnen Sie das Windows-Startmenü, klicken Sie auf den Ein/Aus-Schalter, halten Sie auf Ihrer Tastatur die “Shift-Taste” (Umschalttaste) permanent gedrückt und klicken Sie gleichzeitig mit der linken Maustaste auf “Neu starten”. Windows fährt nun nicht normal herunter, sondern präsentiert Ihnen ein blauen Zusatzbildschirm. Klicken Sie hier auf “Problembehandlung”, dann “Erweiterte Optionen”, danach auf “Starteinstellungen” und auf den Button “Neu starten”. Wenn der PC wieder hochfährt, sehen Sie eine Liste mit Optionen. Drücken Sie nun die Taste 4 (oder F4), um den “Abgesicherten Modus” zu aktivieren.

Welchen Weg Sie auch wählen – wenige Augenblicke später sollte ihr PC starten und das Bild deutlich grobkörniger und dunkler aussehen. Sie befinden sich erfolgreich im Abgesicherten Modus. Wundern Sie sich nicht über die niedrige Auflösung; ohne aktive Geforce-Treiber greift Windows auf rudimentäre Darstellungsmittel zurück.

Display Driver Uninstaller (DDU) korrekt ausführen

Sobald Ihr Desktop im Abgesicherten Modus geladen ist, navigieren Sie zu dem Ordner, in den Sie zuvor DDU entpackt haben. Starten Sie das Programm über die Datei “Display Driver Uninstaller.exe”. Beim allerersten Start präsentiert Ihnen das Programm ein Optionsmenü. Hier müssen Sie im Grunde keine Einstellungen verändern, die Standardeinstellungen der Entwickler sind bereits auf eine sehr gründliche Entfernung optimiert. Stellen Sie jedoch sicher, dass die Häkchen bei “C:\NVIDIA Ordner entfernen” sowie den PhysX und Geforce Experience Löschungen gesetzt sind. Bei den monatortreiberspezifischen Voreinstellungen belassen Sie am besten alles wie voreingestellt. Schließen Sie das Optionsfenster.

Nun befinden Sie sich im Hauptfenster der Anwendung. Auf der rechten Seite sehen Sie zwei Dropdown-Menüs. Wählen Sie im oberen Dropdown das Gerät “Gpu” (Graphics Processing Unit) und im unteren Menü den Hersteller Ihrer bisherigen Grafikkarten-Software aus, in unserem Fall also “NVIDIA”. Selbst wenn Sie eigentlich von AMD wechseln, wiederholen Sie den Prozess einmal für AMD und danach nochmal für NVIDIA, nur um komplett sicherzugehen, dass absolut alle potenziellen Altlasten getilgt sind.

Haben Sie NVIDIA ausgewählt, konzentrieren wir uns auf die drei großen Buttons in der oberen linken Ecke. Der wichtigste für uns lautet “Säubern und Neustart” (Highly Recommended / Sehr empfohlen). Klicken Sie auf diesen Button.

Ab jetzt übernimmt DDU die vollkommene Kontrolle über den Reinigungsprozess. Sie können im Textprotokoll (“Log”) genau mitverfolgen, welche Operationen durchgeführt werden. DDU durchforstet die Registry nach verwaisten Schlüsseln, stoppt aktive Nvidia-Dienste (wie das Nvidia Display Container LS), löscht Programmordner in den Verzeichnissen Program Files, ProgramData und AppData und entfernt systematisch alle Treiberpakete aus dem hartnäckigen Windows Driver Store. Dieser Vorgang ist enorm intensiv und kann, je nach Geschwindigkeit Ihres Prozessors und ob Sie eine SSD oder eine alte HDD nutzen, mehrere Minuten in Anspruch nehmen. Unterbrechen Sie diesen Vorgang auf gar keinen Fall!

Sobald die Reinigung restlos abgeschlossen ist, führt DDU völlig eigenständig einen kompletten Neustart des Systems durch.

Wichtiger Hinweis für Nutzer von “msconfig”: Falls Sie die Methode über “msconfig” gewählt hatten, müssen Sie sich beeilen. Wenn Windows neu startet, wird es sofort wieder in den abgesicherten Modus booten wollen. Um dies zu verhindern, öffnen Sie im Abgesicherten Modus direkt wieder “msconfig” und entfernen Sie das Häkchen bei “Abgesicherter Start”, bevor Sie in DDU auf “Säubern und Neustart” klicken. So startet das System nach der DDU-Reinigung ganz regulär in Ihre Standard-Windows-Umgebung.

Die perfekte Treiber-Neuinstallation: Geforce Experience & Co.

Unser System ist nun vollkommen gereinigt und präsentiert sich in puncto Grafikkartentreiber ähnlich wie ein frisch formatiertes Betriebssystem. Erinnern Sie sich an den fehlenden Internetanschluss? Spätestens jetzt werden Sie verstehen, warum. Windows versucht verzweifelt via Windows Update einen Ersatztreiber für den generischen Microsoft Basic Display Adapter zu besorgen, scheitert jedoch mangels Internetverbindung herrlich an dieser Aufgabe. Unser Zeitfenster für eine unbehelligte Installation ist offen.

Doppelklicken Sie nun auf die heruntergeladene Nvidia Geforce Setup-Datei (.exe). Das Programm extrahiert seine Setup-Dateien kurzzeitig in einen temporären Ordner und überprüft anschließend die Systemkompatibilität. Dann präsentiert sich der Installationsassistent.

Im ersten Schritt werden Sie oft gefragt, ob Sie “Nvidia Graphics Driver and Geforce Experience” oder “Nvidia Graphics Driver” (ohne Geforce Experience) installieren möchten. Dies hängt von der persönlichen Präferenz ab. Geforce Experience ist berüchtigt dafür, viel Telemetrie-Daten auszutauschen und Hintergrundprozesse stetig aufrechtzuerhalten, liefert jedoch nützliche Funktionen abseits der Treiberebene wie Shadowplay für unkomplizierte Videoaufnahmen von Games und automatische Treiber-Benachrichtigungen. Wer jedoch das pure Maximum an Performance und Minimalismus aus seinem System holen will, entscheidet sich hier nur für den reinen Treiber ohne Geforce Experience.

Nach dem Akzeptieren der Nutzungsbedingungen gelangen Sie zur mit Abstand wichtigsten Entscheidung des Setup-Prozesses. Nvidia bietet die Wahl zwischen “Express (Empfohlen)” und “Benutzerdefiniert (Erweitert)”. Wählen Sie hier zwingend immer “Benutzerdefiniert” aus! Nur so haben Sie die Kontrolle darüber, welche Pakkomponenten ihren Weg auf Ihre SSD finden.

Ein neues Fenster mit einer Checkbox-Liste offengelegt. Setzen Sie als allererstes unbedingt unten links den Haken bei “Neuinstallation vornehmen”. Dies ist zwar nach der gründlichen Säuberung durch DDU theoretisch redundant, dient aber als doppelte Absicherung, damit das Nvidia-Setup alle internen Zustandsvariablen wie bei einer echten Ersteinrichtung auf null setzt.

Schauen Sie sich dann die Liste der zu installierenden Komponenten an:

  • Grafikkartentreiber: Pfllichtfeld, kann nicht abgewählt werden.
  • HD-Audiotreiber: Nur wirklich vonnöten, wenn Sie Ihren Monitorlautsprecher über das HDMI- oder DisplayPort-Kabel der Grafikkarte mit Ton speisen. Besitzen Sie eine dedizierte Soundkarte, externe USB-Lautsprecher oder ein Mainboard-Klinken-Headset, können Sie den Haken hier entfernen. Das spart nutzlose Hintergrundprozesse auf dem Audio-Interrupt-Level.
  • PhysX-Systemsoftware: Die Physikbeschleunigungs-Engine von Nvidia wird besonders von älteren Spielen (wie der Mafia-Reihe, Mirror’s Edge, Batman Arkham Serie) zwingend vorausgesetzt. Das Abwählen kann hier zu Fehlern beim Spielstart führen, belassen Sie den Haken also aktiv.
  • USB-C Driver: Manche Karten (etwa aus der RTX 20er Serie) besitzen einen USB-C VirtualLink Port. Falls Sie hier nichts angeschlossen haben, können Sie den Treiber entfernen.

Klicken Sie auf “Weiter”. Der Installationsfortschrittsbalken läuft nun durch und je nach System und Datenträger ist der Spuk nach ein paar Minuten vorbei. Ein letzter Neustart ist ratsam, auch wenn Nvidia diesen heutzutage nicht immer zwingend einfordert. Ein frischer Boot-Zyklus lässt die neu registrierten Windows-Dienste (Nvidia Display Container) sauber anlaufen. Erst jetzt – nach dem allerletzten Neustart – ist es an der Zeit, das Netzwerkkabel wieder einzustecken oder die WLAN-Verbindung zu aktivieren!

Wichtige Optimierungen im Nvidia Control Panel nach dem Neustart

Nun, da Sie Ihren Geforce-Treiber sauber neu installieren durften, gilt es noch ein paar elementare Handgriffe auszuführen. Wenn DDU sein Werk verrichtet hat, sind auch alle globalen und spiele-spezifischen 3D-Profile, die Sie vielleicht in der Vergangenheit im Nvidia Control Panel angepasst hatten, komplett gelöscht worden. Sie fangen bei null an – was hervorragend ist.

Klicken Sie mit der rechten Maustaste an eine freie Stelle auf Ihrem Windows-Desktop und wählen Sie das “NVIDIA Control Panel” (bzw. die NVIDIA Systemsteuerung) aus. Sollte dies unter Windows 11 nicht sofort sichtbar sein, klicken Sie zuvor auf “Weitere Optionen anzeigen”. Nach dem Akzeptieren der Erststart-Lizenzbedingungen präsentiert sich Ihnen das Kontrollzentrum.

Navigieren Sie auf der linken Menüleiste in die Rubrik “3D-Einstellungen verwalten”. Der globale Reiter ist entscheidend für das Baseline-Verhalten der Grafikkarte in allen 3D-Anwendungen:

  • Energieverwaltungsmodus: Defaultmäßig auf “Normal” voreingestellt. Dies sorgt im Idle-Betrieb auf dem Desktop für geringen Stromverbrauch, kann aber bei schlecht optimierten Spielen dazu führen, dass die Hardware nicht schnell genug auftaktet (Boost-States). Setzen Sie diesen Parameter für kompromisslos flüssiges Gaming auf “Maximale Leistung bevorzugen”. (Achtung: Dies erhöht geringfügig den Ruhestrom der GPU. Falls dies störend wirkt, ändern Sie die Einstellung nicht global, sondern nur für bestimmte Spiele im Programm-Reiter).
  • Max. Bildfrequenz (Framelimiter): In Zeiten von G-Sync ist ein FPS-Limit im Treiber (ca. 3 FPS unter der Aktualisierungsrate Ihres Monitors, etwa 141 bei 144Hz) absolut empfehlenswert, um Input-Lag zu minimieren.
  • Modus für geringe Latenz: Für kompetitive Multiplayer-Titel oft Gold wert. Setzen Sie ihn auf “Ein” oder bei eSport-Fokus sogar auf “Ultra”. Dies eliminiert die Renderwarteschlange der Vorabbilder von der CPU an die GPU.
  • Texturfilterung - Qualität: Wer auf absolute maximale FPS bedacht ist, kann dies von “Qualität” auf “Hohe Leistung” umstellen, wobei die optischen Einbußen auf modernen Monitoren durchaus wahrnehmbar sein können.
  • Shader-Cache-Größe: Hier knausert NVIDIA stark. Belassen Sie hier die Standardeinstellung auf “Treiberstandard” oder setzen Sie diesen Wert manuell großzügig auf “10 GB”, ansonsten drohen bei massiven Open-World-Titeln Nachladeruckler.

Widmen Sie sich abschließend auch dem Reiter “Auflösung ändern” (unter dem Hauptpunkt “Anzeige”). Kontrollieren Sie dringend, dass die Bildwiederholfrequenz auch auf dem vorgesehenen Maximum (z.B. 144Hz, 165Hz oder 240Hz) steht. Nichts ist ärgerlicher als ein komplett neu installiertes Treibersystem, bei dem man merkt, dass man monatelang nur mit trägen 60Hz gespielt hat. Prüfen Sie auch unter den Farbeinstellungen, ob der RGB-Bereich von “Limitiert” auf “Voll” (Vollbereich) eingestellt wurde.

Mit all diesen Schritten haben Sie sichergestellt, dass Ihr System von jeder Altlast befreit wurde. Sie haben nun eine saubere, hochleistungsfähige und kompromisslose Infrastruktur für die aktuellsten Gaming-Releases geschaffen. Echte Performance-Probleme und Ruckler sind nun, mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit, nicht mehr auf einen korrupten Nvidia-Treiber zurückzuführen.

Häufige Fragen (FAQ)

Häufige Fragen

Muss ich bei jedem kleinen Treiber-Update zwingend DDU verwenden?
Nein, für reguläre, monatliche Updates reicht das normale Setup völlig aus. DDU ist jedoch zwingend notwendig bei andauernden Performance-Problemen, starken Grafikfehlern oder beim Hardware-Wechsel der Grafikkarte (insbesondere von AMD zu Nvidia).
Ist das Tool Display Driver Uninstaller (DDU) kostenlos und sicher in der Anwendung?
Ja, der Display Driver Uninstaller (DDU) von Wagnardsoft ist komplett kostenlos. Es ist ein sicheres und branchenweit anerkanntes Tool, solange Sie es stets ausschließlich aus einer seriösen Quelle wie Guru3D oder der offiziellen Wagnardsoft-Seite herunterladen.
Warum muss der PC zwingend im abgesicherten Modus gebootet werden?
Im normalen Windows-Betrieb greifen verschiedene Prozesse, Hintergrunddienste und der Desktop-Fenstermanager aktiv auf die Treiberdateien zu und blockieren diese vor Änderungen. Der abgesicherte Modus verhindert das Laden dieser Dateien und ermöglicht DDU so eine restlose Löschung.
Reicht das Häkchen bei 'Neuinstallation vornehmen' im offiziellen Nvidia Setup nicht aus?
Die Nvidia-eigene Funktion setzt primär nur Benutzereinstellungen zurück und löscht alte Profile, belässt aber oftmals ältere DLL-Treiber-Reste in der hochsensiblen Windows Registry und im komplexen Driver Store. Um Altlasten wirklich radikal und rückstandsfrei zu beseitigen, arbeitet DDU wesentlich tiefgreifender.
Was passiert, wenn ich vor der ganzen Aktion das Internet nicht komplett deaktiviere oder trenne?
Wenn Sie online bleiben, erkennt Windows nach dem Löschvorgang durch DDU beim Neustart sofort die angebliche ‘fehlende’ Grafikhardware, lädt dann still und heimlich automatisch einen veralteten Standard-Treiber herunter und installiert diesen ungefragt. Das durchkreuzt die geplante saubere Neuinstallation vollständig.