Ähnliche Spiele wie The Forest zu finden ist gar nicht so einfach — der Mix aus Survival, Crafting und atmosphärischem Horror trifft einen Nerv, den die meisten Genre-Kollegen nur halb treffen. Endnight Games hat 2018 mit The Forest etwas Besonderes abgeliefert: ein dichtes, bedrückendes Überlebensspiel, das echten Stress erzeugt — nicht weil Ressourcen knapp sind, sondern weil du nie weißt, was in den Höhlen auf dich wartet. Dieser Guide zeigt dir, welche Titel diese Atmosphäre am besten fortsetzen, und erklärt ehrlich, wo Stärken und Kompromisse liegen.
Sons of the Forest: Der direkte Nachfolger als erste Wahl
Wer nach einem Spiel sucht, das ähnliche Spiele wie Sons of the Forest und The Forest in einem vereint — der hat Glück, denn Sons of the Forest ist genau das. Endnight Games hat 2023 den direkten Nachfolger veröffentlicht, der inhaltlich und mechanisch nahtlos an Teil eins anschließt. Du stürzt erneut auf einer abgelegenen Insel ab, diesmal als Mitglied eines Such- und Rettungsteams, und findest dich schnell in derselben Situation: Bäume fällen, Unterkünfte errichten, Kannibalen ausweichen.
Was Sons of the Forest anders macht, ist die deutlich verfeinerte Bausimulation. Das neue Bausystem erlaubt präziseres Platzieren von Balken, Wänden und Dächern — kein Slot-Rastersystem mehr, sondern freies Konstruieren. Wer in The Forest stundenlang Hütten gebaut hat, wird hier 20 bis 30 Stunden verschwinden, bevor er die erste Höhle betritt.
Der Horror hat zugenommen. Neue Mutanten-Typen wirken weniger campy als noch in Teil eins, und die KI-Begleiterin Kelvin sowie der neue Charakter Virginia geben dem Koop-Aspekt eine persönliche Dimension. Gerade zu zweit oder zu dritt ist Sons of the Forest ein ernsthafter Kandidat für die besten Survival-Erfahrungen der letzten Jahre.
Der einzige echte Kritikpunkt: Der Einstieg ins Spiel war während der Early-Access-Phase holprig — fehlende Story-Elemente, abrupte Übergänge. Nach dem vollständigen Release im Februar 2024 ist das Hauptproblem behoben, aber wer ein extrem poliertes Narrativ erwartet, sucht besser woanders. Für alle, die The Forest wegen seiner Gameplay-Schleife geliebt haben, ist Sons of the Forest die logische erste Anlaufstelle.
Green Hell und Rust: Herausfordernde Survival-Simulatoren
Wenn The Forest zu einfach war und du einen echten Survival-Simulator willst, führt kein Weg an Green Hell vorbei. Creepy Jar hat 2019 einen Dschungel-Überlebenstitel veröffentlicht, der sich wie ein Kurs in tropischer Medizin anfühlt — und zwar der schlimmsten Art. Parasiten, Knochenbrüche, Pilzinfektionen, Vergiftungen: der Körper in Green Hell ist ein fragiles System, das permanent unter Stress steht.
Das Crafting ist detaillierter als in The Forest. Werkzeuge müssen aus mehreren Einzelteilen zusammengebaut werden, Feuer erfordert Vorbereitung, und Nahrung muss nicht nur gefunden, sondern auch korrekt zubereitet werden. Rohes Fleisch mit dem falschen Tier führt zu Parasiten, die du dir dann mühsam aus der Haut ziehen musst — das klingt unangenehm, weil es das ist. Diese Mechanik erzeugt genuinen Druck.
Green Hell: Metacritic-Score 73 (PC), ca. 5–8 Millionen Verkäufe seit Launch. Koop für bis zu 4 Spieler möglich. Verfügbar auf PC, PS4, PS5 und Xbox.
Der Horror in Green Hell ist weniger übernatürlich als in The Forest — hier bedroht dich der Dschungel selbst, nicht Monster. Wer atmosphärischen Grusel durch fremdartige Wesen sucht, wird leicht enttäuscht. Wer hingegen realistisches Überleben bevorzugt, findet kaum etwas Besseres unter den aktuellen Survival-Spielen.
Rust ist das andere Extrem. PvP statt PvE, offene Serverwelt statt einsame Insel. Du wachst ohne Ausrüstung in einer feindseligen Welt auf — und die größte Bedrohung sind andere Spieler. Die Atmosphäre hat nichts vom Forest-Horror, dafür ist die Lernkurve brutal: Wer nach den ersten zehn Stunden nicht verstanden hat, wie Clans und Gebietsansprüche funktionieren, verliert alles an einen Raid, ohne zu verstehen warum.
Rust eignet sich für Spieler, die The Forest hauptsächlich wegen der Multiplayer-Komponente gespielt haben und bereit sind, deutlich mehr Frustration zu akzeptieren. Als ruhigere Einzelspieler-Erfahrung ist Rust die falsche Wahl — dafür existiert ein lebendiges Ökosystem aus Servern, Mods und organisierten Gilden, das keiner andere Survival-Titel in dieser Form bietet.
Survival-Action auf Konsolen: Alternativen für PS4, PS5 und Xbox
The Forest war nie auf Konsolen erhältlich — wer also ähnliche Spiele wie The Forest für PS5 oder PS4 sucht, muss auf Ports und native Konsolentitel ausweichen. Hier ist die Auswahl tatsächlich brauchbar, auch wenn das PC-Angebot umfangreicher bleibt.
Subnautica läuft auf PS4, PS5 und Xbox und ist vermutlich die stärkste Alternativempfehlung für Konsolenspieler. Das Spiel dreht die klassische Survival-Prämisse um: Statt Wälder erforschst du einen fremden Ozean, baust Unterwasserbasen und entdeckst nach und nach eine bedrohliche Wahrheit hinter dem Planeten. Die Atmosphäre ist bedrückend, die Erkundung langsam und belohnend, der Horror subtiler als bei The Forest — aber wer Thalassophobie kennt, wird wissen, was „subtil" hier bedeutet. Subnautica Below Zero ist die direkte Erweiterung, inhaltlich eigenständig spielbar.
Valheim ist ebenfalls konsolenkompatibel (Xbox, Game Pass) und verbindet nordische Mythologie mit Survival-Crafting. Sechs Biome, jedes mit eigenem Endgegner, unterschiedliche Materialien und ein schrittweise freigeschaltetes Crafting-System machen den Fortschritt greifbar. Das Spiel ist weniger auf Einzelspielererfahrung ausgelegt — zu zweit oder zu viert entfaltet es seine Stärke.
7 Days to Die bietet auf PS4 und Xbox ein Survival-Erlebnis mit Tower-Defense-Elementen: Tagsüber baust du deine Festung aus, nachts greifen Zombiehorden an. Die Grafik ist veraltet, der Inhalt aber substanziell — über 500 Stunden Spielzeit sind keine Seltenheit in der Community. Das Spiel befindet sich seit 2013 in Early Access, hat jedoch durch regelmäßige Updates deutlich an Stabilität gewonnen.
Für PlayStation Survival Games ist außerdem The Long Dark einen Blick wert: Keine Monster, kein PvP — nur du, eine kanadische Wildnis und der Winter. Das Spiel verzichtet bewusst auf übernatürliche Elemente und konzentriert sich auf Ressourcenmanagement und Erkundung. Schwierigkeitsstufe „Interloper" ist der brutalste Modus im Genre — kein Respawn, kein Crafting-Tutorial, kein Erbarmen.
Die besten Survival Games mit Early Access Fokus
Wer bereit ist, in ein noch unfertiges Spiel einzusteigen, findet im Early-Access-Bereich einige der spannendsten aktuellen Entwicklungen. The Forest selbst war jahrelang im Early Access — eine Qualitätsgarantie ist das nicht, aber bei den richtigen Entwicklern ein belastbares Versprechen.
Enshrouded (seit Januar 2024 im Early Access) verbindet Voxel-Crafting mit Action-RPG-Elementen in einer von Shroud bedeckten Fantasywelt. Das Bausystem ist eines der flexibelsten im Segment, die Performance auf mittlerer Hardware überraschend solide. Die Entwickler Keen Games liefern regelmäßige Updates im Zwei-bis-Vier-Wochen-Rhythmus — wer die Early-Access-Phase begleiten möchte, steigt jetzt ein, wenn die Rohdiamant-Phase noch läuft.
Abiotic Factor ist ein weiterer neuer Survival-Game-Kandidat: Spieler schlüpfen in die Rolle von Wissenschaftlern in einer Black-Mesa-ähnlichen Unterwasseranlage, die von übernatürlichen Kräften infiltriert wird. Koop für bis zu sechs Spieler, Half-Life-Ästhetik, humorvoller Ton — das ist bewusst anders als der ernste Überlebensdruck von The Forest, aber mechanisch dicht und mit hohem Wiederspielwert.
Palworld hat Anfang 2024 Furore gemacht und mit über 25 Millionen Spielern in den ersten Wochen sämtliche Erwartungen übertroffen. Der Survival-Anteil ist real, auch wenn das Pokémon-Crafting-Hybrid-Etikett dominiert. Wer The Forest wegen des Bau- und Sammel-Systems geliebt hat, findet hier ein zugängliches, weniger stressiges Äquivalent.
Einen Hinweis für Spieler, die nach kostenlosen Alternativen suchen: Don’t Starve Together ist zwar nicht kostenlos, aber mit rund 5 Euro im Sale eine der günstigsten vollständigen Survival-Erfahrungen. Wer absolut ohne Kosten starten möchte, kann mit Unturned (kostenlos auf Steam) erste Survival-Grundlagen kennenlernen — der Umfang ist jedoch deutlich schlanker.
Wer mehr zu Gaming-Hardware und Setup-Optimierung lesen möchte, findet auf Sesseler.de weitere Ratgeber und Einordnungen zu relevanten Themen rund ums Gaming.
Fazit: Welches Spiel passt zu deinem Survival-Stil?
The Forest ist kein generisches Survival-Spiel — es ist ein System aus Entscheidungen unter Druck, atmosphärischer Ungewissheit und dem stillen Gefühl, nie wirklich sicher zu sein. Das ist schwer zu replizieren, und die meisten ähnlichen Spiele treffen nur Teile davon.
Sons of the Forest ist die direkteste Antwort: gleicher Entwickler, verfeinertes System, mehr Umfang. Wer eine PS5 oder Xbox hat und auf PC verzichten will, kommt mit Green Hell und Subnautica am nächsten an The Forest heran — beide liefern Dichte, Atmosphäre und echten Überlebensdruck. Wer Koop priorisiert und ein epischeres Setting bevorzugt, liegt mit Valheim richtig.
Das beste ähnliche Spiel ist das, das zu deinem Spielstil passt — nicht das mit der höchsten Bewertung.
Wenn du bereit bist, in eine Early-Access-Erfahrung zu investieren, schau dir Enshrouded an — das Potenzial ist real, und der aktuelle Zustand bereits spielenswert. Für alle, die The Forest mit Freunden gespielt haben und diese gemeinsame Erfahrung suchen: Sons of the Forest und Valheim sind die verlässlichsten Empfehlungen mit aktiver Community.
Kurzer Hinweis zur Abgrenzung: Ori and the Blind Forest taucht manchmal in Suchanfragen zu ähnlichen Spielen auf, hat aber mit Survival-Games nichts zu tun — es ist ein Plattformer-Kunstwerk mit komplett anderem Genre und Spielgefühl. Den einzigen gemeinsamen Nenner bildet das Wort „Forest" im Titel.
Die hier vorgestellten Titel sind keine erschöpfende Liste — das Genre wächst, und mit jedem Jahr kommen neue Anwärter auf die Top Survival Games-Listen. Wer systematisch sucht, findet auf Steam unter der Empfehlungsseite von The Forest einen guten Ausgangspunkt für weitere Entdeckungen.
Häufige Fragen (FAQ)
Häufige Fragen
- Welche Spiele sind The Forest am ähnlichsten?
- Sons of the Forest ist der direkteste Nachfolger vom selben Entwickler. Darüber hinaus kommen Green Hell (Realismus-Fokus), Subnautica (atmosphärische Erkundung) und Valheim (Koop-Survival) The Forest am nächsten in Bezug auf Dichte und Spielgefühl.
- Gibt es ähnliche Spiele wie The Forest kostenlos?
- Vollständig kostenlose Alternativen sind rar. Unturned ist gratis auf Steam und bietet grundlegende Survival-Mechaniken. Don’t Starve Together ist im Sale regelmäßig für unter 5 Euro erhältlich und damit eine der günstigsten vollwertigen Optionen.
- Welche Survival-Spiele bieten einen Koop-Modus wie The Forest?
- Sons of the Forest unterstützt Koop für bis zu 8 Spieler. Green Hell bietet Koop für bis zu 4 Spieler. Valheim erlaubt gemeinsames Spielen für bis zu 10 Personen und ist besonders auf Koop-Erfahrungen ausgelegt. Abiotic Factor bietet Koop für bis zu 6 Spieler.
- Ist Sons of the Forest besser als der erste Teil?
- In den meisten Aspekten ja: Das Bausystem ist freier und präziser, die KI-Begleiter geben dem Spiel mehr Tiefe, und die Welt ist größer. Die Story bleibt fragmentiert, aber das war auch in Teil eins ein bekanntes Merkmal. Für Fans des Originals ist Sons of the Forest ein klares Upgrade.
- Welche Alternativen gibt es für die PS5?
- The Forest selbst ist nicht für Konsolen verfügbar. Auf PS5 empfehlen sich Green Hell, Subnautica und Subnautica Below Zero sowie The Long Dark. Alle drei bieten dichte Survival-Erfahrungen mit unterschiedlichem Schwerpunkt – von realistischem Dschungel-Überleben bis hin zu arktischem Ressourcenmanagement.
- Gibt es Survival-Games mit Fokus auf Realismus wie Green Hell?
- Green Hell ist der realistischste Survival-Simulator im Mainstream-Segment. Wer noch weiter gehen möchte, kann sich The Long Dark ansehen – es verzichtet komplett auf übernatürliche Elemente und setzt auf konsequente Ressourcenknappheit. Beide Spiele sind auf PC und Konsole verfügbar.
